Produkttest HUNTER : Juchtenleder Kollektion „TARA“ 25. Juli 2018 Produkttests

Der Postbote klingelt, Berta bellt aufgeregt und ich renne freudig zur Haustür, denn ich warte auf ein Päckchen mit ganz besonderem Inhalt: Ein Set, bestehend aus Halsband und Leine der neuen Echtleder-Kollektion „TARA“ von HUNTER. Dieses darf ich zusammen mit meiner Hündin nämlich in den kommenden Tagen einem ausgiebigen Produkttest unterziehen. Und da wir bereits im Besitz eines Halsbandes der bekannten Marke sind, sind unsere Erwartungen an die Praxistauglichkeit des neuen Modells entsprechend hoch. Berta ist der ideale Hund für solch ein Unterfangen, denn sie gehört (wie ich immer mit einem Augenzwinkern erzähle) zu der Rasse „wildes Tier“, macht ihrem Namen alle Ehre, ist stets agil, rennt für ihr Leben gern, kracht mit Vorliebe durch Unterholz und Sträucher jeglicher Art, springt – sobald ich nicht aufpasse – in jede Schlammpfütze und stemmt sich gern auch mal so richtig in die Leine, wenn sie einen Artgenossen sieht.

Was wir also brauchen sind Halsband und Leine, die wirklich etwas aushalten, unempfindlich sind und eine gute Verarbeitung haben. Wenn dann noch eine tolle Optik dazukommt, ist dies das Tüpfelchen auf dem i.

Umso gespannter bin ich, als ich das Päckchen aufreiße, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Zum Vorschein kommt ein wirklich schönes Set aus Juchtenleder in der Farbe Cognac, welches toll zur Fellfarbe meines Hundes passt.

Juchtenleder soll besonders robust sein und hat seine Ursprünge in Russland, wo es aufgrund seiner Eigenschaften dem Militär in Form von besonders strapazierfähigen Stiefeln trockene Füße sicherte. Rindsleder wurde mit Weidenrinde und Birkenteeröl gegerbt und gefettet, was besondere Stabilität verlieh und für den besonderen, markanten Geruch sorgte. Daher kommt auch der Ausspruch „zäh wie Juchtenleder“.

Unsere TARA besteht aus dunkelbraunem, ja fast schon schwarzem Leder, welches in einem helleren Braunton unterlegt ist und mit hellen Ziernähten ringsum vernäht wurde. Der Ring, der zum Einhängen des Karabiners am Halsband ist, ist mit einem kleinen Anhänger auf dem das HUNTER-Juchten-Logo zu sehen ist, versehen. Der gleiche Anhänger befindet sich auch nochmal an der Leine und wertet das Set nochmal zusätzlich optisch auf. Das Halsband lässt sich über eine Schnalle im Gürtelprinzip schließen, was ich sehr begrüße, da ich mit Klickverschlüssen schon die Erfahrung machen musste, dass sie aufgingen, als Berta an der Leine mit einem anderen Hund gespielt hat. Auf der Wiese ist das zwar nicht weiter wild, aber in Straßennähe kann das jedoch richtig gefährlich werden. Bei dieser Art von Verschluss kann so etwas nicht passieren und darum gibt es auf jeden Fall schon mal einen Pluspunkt im Voraus, gerade weil wir auch oft in der Stadt unterwegs sind. Wir probieren das Halsband natürlich sofort an – und siehe da, es sitzt perfekt. Ein Punkt für Verarbeitung und Passform geht damit an HUNTER.

Als wir später noch zur Hunderunde aufbrechen, trägt Berta ihre neueste Errungenschaft und als ob sie wüsste, dass sie es jetzt testen soll, springt sie bei der ersten sich bietenden Gelegenheit ins Gebüsch, um dieses zu durchforsten.

Mein Gedanke: Hoffentlich geht das gut für das Halsband!

Wenig später rennt mir mit Vollgas ein brauner Blitz entgegen, aus Erfahrung weiß ich, Berta dreht jetzt erstmal so richtig auf. Ich werfe ihren Ball, sie sprintet hinterher. Ihr Credo ist: Wer bremst verliert. Und so tut sie dies wie immer möglichst spät und halb liegend am Spielzeug vorbei. Hohe Geschwindigkeit, langer Bremsweg, da ist driften angesagt! Nachdem Berta etwas ausgepowert ist, nehme ich das Halsband unter die Lupe.

Unser Zwischenfazit: Sieht nach wie vor gut aus. Keine Kratzer, keine Flecken, alles noch ganz. Also robust ist es schon mal und qualifiziert sich damit vom schicken Ausgehhalsband zum Allroundtalent.

Als es heimwärts geht, möchte ich ihr die Leine wieder anlegen. Dabei fällt mir auf, dass sich der Karabiner nicht so ganz leicht in den Ring des Halsbandes einhängen lässt, da die Rundung des oberen festen Teils etwas weiter nach unten gezogen ist. Dadurch muss ich etwas genauer hinschauen und benötige beide Hände zum Anleinen. Ich bin es gewohnt die Leine intuitiv ran zu machen, daher ist das für mich eine kleine Umstellung, nicht schlimm aber erwähnenswert, weil es in manchen Situationen auch mal ganz schnell gehen muss.

Am nächsten Tag spazieren wir an einem Feld entlang, auf dem unter anderem Kamille wächst. Dort möchte ich auch ein paar schöne Fotos von Berta machen. Sie tut das, was sie immer tut, wenn es ans Fotografieren geht: Erstmal herumrennen. Netterweise bringt sie mir danach ein paar Blümchen im Halsband mit. An sowas bin ich in der Vergangenheit schon manchmal verzweifelt, weil sich Gräser so richtig fies im Halsband einklemmen können und dann nur mit erheblichem Aufwand wieder vollständig entfernen lassen. An der HUNTER Halsung befindet sich ja – wie schon erwähnt – auch ein Anhänger mit dem Juchtenleder-Logo und genau darunter haben sich jetzt ebenfalls ein paar winzige Grashalme verklemmt. Entgegen meiner Erwartung kann ich diese aber wirklich leicht wieder entfernen. Das hätte ich nicht erwartet und bin positiv überrascht. Die Argumente für die Kollektion werden im Laufe der Woche immer mehr, denn TARA kommt bei jeder Gelegenheit zum Einsatz und macht durchweg eine gute Figur.

Auch bei der Abendrunde durch die Innenstadt schmücken Halsband und Leine Berta und bescheren uns interessierte Blicke anderer Hundehalter. Kein Wunder, sieht man dem Set doch sofort seine hochwertige Verarbeitung an. Die auffallende, hübsche Optik rundet das Ganze dann noch ab.

Nachdem es diese Woche recht kühl war, kehrt nun der Sommer zurück, also beschließen wir mit Berta eine Runde um einen Badeteich mit Hundestrand zu gehen. Fremde Artgenossen sind für unsere Hündin ja immer so eine Sache, meist will sie den starken Max raushängen lassen und baut sich dann an der Leine so richtig schön auf. Sie wiegt zwar nur 24 kg, aber diese bestehen fast nur aus Muskeln und entsprechend hoch ist die Zugkraft, die sie dann an den Tag legen kann. Beruhigung in solchen Situationen? Fehlanzeige.

Jetzt kommt sprichwörtlich die Feuerprobe für TARA, denn ob ich mich so einer Gemengelage auf ein Leinenset verlassen kann ist für mich entscheidend. Es dauert nicht lange und Berta trifft auf fremde Hunde. Jetzt wird es spannend. Sie spult ihr übliches Programm ab, aber ich kann sie diesmal sogar etwas leichter als sonst korrigieren, denn die Leine liegt absolut fest in meiner Hand, hat keine Tendenz zum durch die Finger rutschen und auch das Halsband gibt zusätzliche Stabilität. Wir sind diesmal zügig und ohne großes Trara an den Hunden vorbei und können wieder zur Tagesordnung übergehen. Situation gemeistert!

Wow, Hierfür würde ich gerne 100 Punkte vergeben! Jeder Hundehalter mit einer Fellnase, die ein ähnliches Verhalten an den Tag legt, weiß um die Stressbehaftung solcher Momente und wie wichtig es ist den Hund in diesen sicher bei sich führen zu können. Das entspannt und gibt ein gutes Gefühl.

Etwas weiter hinten am Teich ist es ruhiger und wir können Berta wieder ableinen. Sie springt erstmal ins kühle Nass und holt sich ein Stöckchen. Spielzeit ist angesagt! So kommt nun der für uns ebenfalls wichtige Wassertest, denn erstmal Halsband wechseln wenn man unterwegs ist, ist nicht. Berta schwimmt eine Bahn im Teich und rennt mit Vollgas wieder raus, schüttelt sich, sprintet eine Runde über die Wiese und geht wieder ins Wasser. Das geht eine Weile so, bis sie sich erschöpft aber glücklich ins Gras legt und sich hin und her wälzt. Unser Halsband sieht noch gut aus und ich bin gespannt wie es nach dem Trocknen wohl sein wird. Am nächsten Morgen ist es soweit und ich nehme es erneut genau unter die Lupe. Es hat nichts abgefärbt oder sich gelöst, das Halsband fühlt sich genauso stabil und trotzdem Geschmeidig an wie vorher. Mir fällt nur auf dass der Ledergeruch etwas intensiver ist aber das finde ich nicht tragisch, ganz im Gegenteil. Somit habe ich nun die Gewissheit, dass ich auch für Spaziergänge am Wasser TARA problemlos einsetzen kann.

Unser Fazit nach einer Woche:

Die neue Kollektion von HUNTER ist nicht nur schön, sondern kann auch richtig was. Das Juchtenleder hält was es verspricht: Es ist strapazierfähig, robust und wasserabweisend. Wir haben mit dem Leinenset Equipment an die Seite bekommen, das verlässlich und vielseitig einsetzbar ist. Durch seine Eigenschaften kann man es sowohl Outdoor, auf Wald, Wiese und am Wasser als auch als Ausgehhalsband nutzen. Wir sind begeistert und freuen uns so einen neuen Allrounder zu besitzen.

Die Tara-Kollektion im isle of dogs-Shop

Lysann Morgenstern
Über den Autor Lysann Morgenstern

Lysann Morgenstern wurde im Rahmen unseres Blogger-Suchaufrufs für den HUNTER-Produkttest ausgewählt. Durch den Verlust ihrer Hundedame Kimba kam Lysann zu der Fotografie. Seitdem ist es ihr eine Herzensangelegenheit auch für andere Hundebesitzer eine Erinnerungen ihrer Lieblinge für die Ewigkeit zu schaffen.
Darüber hinaus liegt ihr der Tierschutz sehr am Herzen, weshalb Lysann das Fotoprojekt „Vom Schatten ins Licht“ ins Leben gerufen hat. Bei diesem Projekt porträtiert sie Hunde aus dem Tierschutz, die mittlerweile ein liebevolles Zuhause haben und erzählt deren Geschichten.

Mehr über Lysann, ihre Fotografie, findet ihr auf ihrem Blog: https://www.lysannmorgenstern.com/

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