Fünf Fakten, warum du keinen Hund halten solltest. 15. März 2019 Alltag mit Hund Unterhaltung

1. Dein Haus wird nie wieder so sauber glänzen.

Dreck an den Pfoten, nasses Fell, Schlammspritzer an den Wänden, weil der Hund sich natürlich direkt im Vorhaus nochmal schütteln muss nach dem Spaziergang. Ja, all das bringt ein Hund mit ins Haus. Das ist Fakt. Ihr könnt zwar ein paar präventive Maßnahmen ergreifen, um das Ausmaß ein wenig in Zaum zu halten und klar: ihr könnt auch einfach sehr viel putzen. Aber der Dreck wird euch dennoch das ganze Jahr über begleiten. Besonders an Regentagen, wo der Hund mit lehmartigen Matschpfoten nach Hause kommt, hilft nun mal auch das Pfoten abputzen nicht wirklich viel. Zumal der Hund dann ja auch erstmal ins Bad kommen muss. 😉 

Von den ganzen Hundehaaren wollen wir erst gar nicht anfangen zu sprechen. Da lassen wir euren neuen besten Freund, den sündhaft teuren Staubsauger, einfach für sich selbst sprechen. Lasst euch aber vorab eines sagen: Ihr werdet ihn nicht nur während dem Fellwechsel brauchen.Bist du also ein ordnungsliebender Hygiene-Fanatiker, ja dann solltest du dir womöglich lieber keinen Hund ins Haus holen. Oder aber du putzt einfach noch ein wenig mehr als sonst. 😉

Apropos Haus:

Hunde gehören ja bekannterweise zu der Gruppe der Omnivoren (=Allesfresser). Und bereits beim Einzug des Hundes wird das neue zu Hause erstmal gründlich nach allem „Essbarem“ untersucht. Alles, was einem als Welpe so vor die Füße fällt, wird direkt unter die Lupe genommen, oder sollen wir besser sagen: in das Maul? Seien das im Garten die Steine, Schnecken, Dreck und alles, wovon man nicht mal mehr erkennen kann, was es einmal gewesen ist. Im Haushalt selbst kommen dann natürlich diverse alltägliche Dinge hinzu, an denen man als junger Hund ganz gut nagen kann, wie zum Beispiel an Fernbedienungen, Büchern, Handys, an den Lieblingsschuhen oder diverses Holzmöbeln usw. … Dass Hunde dies auch noch machen können, wenn sie bereits ausgewachsen sind, liegt natürlich auf der Hand. 😉 Und weil sich dies natürlich weder auf die Gesundheit des Vierbeiners, noch auf die Ausstattung eures Hauses positiv auswirkt, solltet ihr eurem Hund bereits mit dem Einzug beibringen, welche Dinge man lieber nicht fressen sollte. 😉

 

2. Alles dreht sich um den Hund.

Gut, das mag euch jetzt vielleicht erstmal nicht schocken. Aber lasst uns das ein wenig näher ausführen. Denn man unterschätzt doch ein wenig, wie sehr ein Hund seinen Alltag und das ganze Leben verändern kann…

Restaurants und Cafés werden danach ausgesucht, ob Hunde erlaubt sind oder nicht. Und auch bei jeglichen anderen Freizeitbeschäftigungen will man den Vierbeiner nun dabei haben. War man früher so gerne in der Stadt shoppen, bevorzugt man nun vielleicht eher einen langen Waldspaziergang. Ein Besuch im Museum? Ne, eher nicht, da kann der Hund nicht mit. Am Wochenende spontan für einen Tag in die Therme? Grundsätzlich gerne, aber erstmal abklären, ob da jemand auf den Hund aufpassen kann. Nach der Arbeit ein Feierabendbier mit den Kollegen? Das geht leider nicht, da wäre der Hund zu lange allein zu Hause. 

Das bedeutet nun natürlich nicht, dass ihr plötzlich keinerlei Freizeitaktivitäten mehr ohne den Hund unternehmen könnt. Doch wie diese kleine Aufzählung veranschaulichen sollte: es ist wirklich jedes Mal in irgendeiner Art und Weise mit Aufwand verbunden, wenn ihr etwas ohne Hund unternehmen möchtet. „Eben mal schnell weg fahren“ ist also nicht mehr. Spontan für ein Wochenende wegfliegen? Schwierig. Außer natürlich, der Hund kann mit. 😉 Und all das bringt uns auch schon zum nächsten Punkt… 

 

3. Freundschaften werden zerbrechen.

Klingt erstmal dramatisch, ist aber (wenn wir uns ehrlich sind) auch der natürliche Lauf des Lebens. Denn mit zunehmender Zeit und eventuell wechselnden Interessen ist es nichts ungewöhnliches, dass sich so auch der Freundeskreis verändert. Ihr denkt nun vielleicht: „Quatsch, das kann mir nicht passieren.“ Nun ja, hat man verständnisvolle, hundeliebende Freunde, dann wird einem dies wahrscheinlich wirklich nicht passieren.

Aber… manche Freunde werden es vielleicht nicht verstehen können, warum man plötzlich so unfassbar viel Zeit mit seinem Hund verbringt. Gerade wenn man einen Welpen ins Haus holt, kann es schon mal sein, dass man die ersten Wochen der Eingewöhnung weder an Besuch, noch an irgendwelche großen Unternehmungen denkt. Denn der Welpe braucht nun mal viel Aufmerksamkeit. Und auch wenn ein erwachsener Hund einzieht, kann man diesen nicht sofort ohne weiteres überall mit hin nehmen. Und dann gibt es nun mal solche „Freunde“, welche schlichtweg kein Verständnis dafür haben. Aber ganz ehrlich? Jemanden, der deinen Hund absolut nicht leiden kann, auf den wirst du früher oder später wohl gerne verzichten.

Und obwohl vielleicht ein paar Freunde kommen und gehen, wächst der Freundes- und Bekanntenkreis ins Unermessliche. Und das schneller, als einem oftmals lieb ist. Die „Hundeszene“ bietet zwar auch einiges an bunten Vögeln und man wird sich ganz sicher nicht mit jedem Hundehalter verstehen, aber man trifft genauso auf viele Gleichgesinnte, mit denen man sich ganz wunderbar versteht. Und gerade diese sind oftmals die Freunde, die einem letztlich „bleiben“, weil man eben von Grund auf ähnliche Interessen verfolgt und diese euch am besten verstehen, wenn man mal etwas „um den Hund herum“ planen muss.

4. Dein Sinn für Mode ist vor allem eines: wetterfest.

Genauso wie das Auto sich plötzlich an die Haltung eures Hundes anpasst und zukünftig zum Nutzfahrzeug mutiert, so erlebt man früher oder später auch einen ganz natürlichen Wandel seines Kleiderschranks. 😉 Denn mit sündhaft teuren Markenklamotten oder den schicken Lieblingsschuhen geht man nur einmal bei Regen- und „Matschwetter“ im Wald spazieren, glaubt uns. Spätestens beim darauffolgenden Spaziergang möchte man damit nicht mehr vor die Türe gehen und die schönen Klamotten müssen einer funktionalen Kleidung weichen. Schon nach kurzer Zeit mit Hund im Haus stellt man also fest, welche Kriterien bei der Kleiderwahl in Zukunft wirklich zählen: Es muss wetterfest sein, praktisch und sollte wenn möglich auch noch halbwegs gefallen. 😉


5. Du bist ab sofort Frühaufsteher. Ob du willst oder nicht. 😉

Kein Morgenmensch? Nein? Wart’s ab, wenn der Hund Sonntagmorgens um 5 Uhr ganz nervös zur Tür rennt, weil er entweder das Abendessen vom Vortag nicht ganz vertragen oder aus Langeweile ein paar Socken gefressen hat, welche nun wieder raus müssen. Ihr werdet euch wundern, wie schnell man doch zum Morgenmenschen mutieren kann. 😉 Und selbst im tiefsten Winter und bei Minusgraden steht als erste Amtshandlung des Tages immer erstmal ein kurzer Spaziergang mit dem Hund an. Und zwar noch vor dem ersten Kaffee oder einem entspannten Frühstück. Ihr könnt euch sicher bereits denken, was das bedeutet: Krank sein kann man sich als Hundebesitzer grundsätzlich nicht mehr leisten, denn der Hund muss nun mal tagtäglich raus. Ganz egal, ob man mit Fieber oder einem gebrochenen Bein im Bett liegt und nicht aufstehen möchte oder kann.

Aber das sind im Prinzip nur die kleinen, alltäglichen Dinge, welche man als (zukünftiger) Hundehalter (mal mehr, mal weniger) gerne in Kauf nimmt. Und sie sind absolut nichts im Vergleich zu den Tagen, wenn einem der Hund wirklich in den Wahnsinn treibt. Zum Beispiel, weil er beim Rückruf mal wieder auf Durchzug schaltet, über Nacht den Mülleimer geleert und in der ganzen Wohnung verteilt hat, das vierte Hundebett in Folge zerbissen hat und euch tagtäglich an der Leine von A nach B zerrt und zu fremden Hunden abhaut… Ja, glaubt uns, das sind die wirklich nervenraubenden Momente. Nicht die Tatsache, dass man Sonntagmorgens nicht ausschlafen kann. 😉

Das nur als kleiner Vorgeschmack.

Denn ganz ehrlich? Diese fünf Fakten sind nur ein Bruchteil von dem, was auf euch zukommen wird. Neben den ganz besonderen „Eigenheiten“ des jeweiligen Vierbeiners spielen hier natürlich auch eure „Erziehungskünste“ und eure Erfahrungen mit Hunden eine große Rolle. Aber keine Sorge, auf etwas könnt ihr euch verlassen. Egal was es ist, was euer Vierbeiner anstellt oder in welch peinliche Lage er euch sein ganzes Leben lang bringen wird, … jede nur mögliche Situation könnt ihr ganz bestimmt mit dem schönen Satz „Das hat er ja noch nie gemacht.“ begründen. 😉

Diese Fakten sind also vielleicht Gründe, die den ein oder anderen Hundefreund vom eigenen Vierbeiner abschrecken könnten. Doch wir alle würden unsere Hunde letztlich nie missen wollen. All die Kompromisse, welche man mit der Hundehaltung eingeht, sind es einem am Ende des Tages doch wert. Doch welche Fragen ihr euch ernsthaft stellen solltet, wenn ihr euch Gedanken darüber macht, mit einem Hund euer Leben zu teilen, könnt ihr in diesem Artikel lesen.

Michaela Krenn
Über den Autor Michaela Krenn

Michaela ist von ganzem Herzen Hundefotografin und sorgt dafür, dass unser Magazin immer mit tollen Inhalten und Bildern gefüllt ist. So schreibt sie gerne über verschiedenste Themen aus der Hundewelt und kümmert sich um unsere Social Media-Auftritte. Immer mit dabei: ihr Labrador Poul. Gemeinsam sind sie fester Bestandteil des isle of dogs-Teams und immer für neue Ideen parat.

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