Bahnfahren mit Hund / Tipps zum Training 14. April 2018 Leben mit Hund Reisen mit Hund

Bahnfahren mit Hund

So bereitet ihr euren Hund auf die Bahnfahrt vor

Ein entspannter Hund, der ruhig neben euch herläuft und auf euch achtet,… völlig unbeeindruckt von jeglichen akustischen und optischen Reizen. Ja, das ist wohl der Traum eines jeden Hundebesitzers, der auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. 😉 Wie ihr das erreicht, erklären wir euch hier anhand 4 einfacher Trainings-Tipps. Am Ende des Artikels findet ihr noch eine kurze Checkliste mit den wichtigsten Dingen, die ihr vor/auf der Reise nicht vergessen solltet. :).  

1. Achtet auf eure Körpersprache

Beim Bahnfahren wirken extrem viele akustische und optische Reize auf den Hund ein. Diese können in der Hektik unseres Alltags oder bei unklarer Führung sehr schnell negativ verknüpft werden und dem Hund dadurch unnötigen Stress aussetzen. Hinzu kommt, dass manche Hunde vom Wesen her grundsätzlich vorsichtig bzw. schreckhaft auf neue Situationen reagieren, weshalb man das Training in diesem Fall lieber langsam steigern sollte.
Wichtig ist daher: Nehmt euch alle Zeit der Welt und konzentriert euch nicht so sehr auf den Hund, sondern viel mehr darauf, in eurer Körpersprache völlig sicher und entspannt zu sein, wenn ihr mit eurem Hund unterwegs seid. So vermittelt ihr ihm eine klare Führung, an welcher er sich orientieren kann. Daher ist es auch extrem empfehlenswert, dass ihr nicht erst am Tag der tatsächlichen Abreise mit eurem Hund das erste Mal am Bahnhof unterwegs seid. (wenn ihr eben selbst Stress habt…)

 Auch die Aufmerksamkeit/Zuneigung von Passanten (Ansprechen, Streicheln, Futter geben, etc. …) können beim Hund eine Erwartungshaltung aufbauen, die ihr dann unter Umständen mühsam wieder abtrainieren müsst. Überlegt euch also bereits im Vorfeld gut, ob ihr dies in Zukunft möchtet oder nicht.

 

2. Regelmäßige Bahnhofbesuche – zum Langweilen

Es lohnt sich in jedem Fall, kleinere Ausflüge an den Bahnhof zu unternehmen, um euren Hund vorab an den Trubel zu gewöhnen. Also schnappt euch ein gutes Buch und sucht euch einen Platz am Bahnhof, wo ihr nichts anderes tut, als in Ruhe ein wenig zu lesen, Musik zu hören, ganz egal… Während euer Hund die verschiedenen Gerüche und Geräusche des Bahnhofs kennenlernt, schenkt ihr dem Ganzen absolut null Aufmerksamkeit und gebt dem Hund dadurch auch keinen Anlass, die Erwartungshaltung aufzubauen,  dass hier etwas Aufregendes passiert. Im Gegenteil: er wird sich früher oder später aus Langweile einfach ablegen und das Geschehen beobachten. 

Übt euch in Geduld! Wie lange es dauert, bis der Hund völlig entspannt ist, hängt stark vom Wesen des Hundes ab. Mit manchen Welpen kann man vom ersten Tag an Bahnfahren – andere wiederum brauchen Wochen, bis sie sich an den Lärm, die Gerüche und das „Kommen und Gehen“ gewöhnt haben. 

 

3. Positives Verhalten bestätigen

Wenn euer Hund ruhig neben euch sitzt oder sich sogar mit der Zeit ganz entspannt hinlegt, vergesst nicht ihn dafür zu loben! Kauartikel eignen sich auch hervorragend dafür, seinen Hund wunderbar zu beschäftigen und gleichzeitig entspannt das Kauen die Hunde ungemein. Unerwünschtes Verhalten ignoriert ihr erstmal weitestgehend. 

4. Kurze Strecken für den Anfang

Am Anfang reicht es, wenn man mit dem Hund zur Übung eher kurze Strecken fährt. Sucht euch dann am besten einen geräumigen Platz und beachtet den Hund erstmal nicht weiter. Umso öfter man mit der Bahn fährt und nichts Aufregendes passiert, umso schneller wird das Bahnfahren für den Hund zur Gewohnheit.

Wichtig: Beim Ein- und Aussteigen solltet ihr darauf achten, wenn ihr mit einem Welpen oder sehr jungen/kleinen Hund unterwegs seid, dass ihr diesen über die Schwelle in die Bahn hebt.

 

Abschließend unsere Checkliste für euch:

    1. Spaziergang vor der Abfahrt einplanen
      Am Tag der Reise solltet ihr auf jeden Fall genügend Zeit einplanen, um mit eurem Hund vor Abfahrt noch eine Runde zu laufen. Auf längeren Bahnfahrten empfehlen wir euch, eine Strecke zu wählen, wo ihr euch zwischendurch mal die Beine vertreten könnt.
    2. Wasser für warme Tage mitnehmen 
      Gerade wenn ihr an heißen Tagen unterwegs seid, solltet ihr nie ohne eine Wasserflasche (am besten so eine praktische wie diese) aus dem Haus gehen.
    3. Leckerlies nicht vergessen
      Besonders in Situationen, wo euer Hund stark von anderen Reizen abgelenkt wird, ist es von Vorteil, ein paar Leckerlies dabei zu haben, um ihn im richtigen Moment, wenn er sich z.B. besonders ruhig verhält oder auf euch konzentriert ist, zu belohnen. Super eignen sich dafür zum Beispiel die alsa-nature Lamm-Riegel , da man sich davon schnell mal ein, zwei Stangen einpacken kann und in beliebig große Stücke teilen kann.
    4. Sicheres Halsband,- und Leinenset
      So schön manche Leinen,- und Halsbandsets auch sind, nicht alle sind auch für lange Bahnfahrten geeignet. Vergesst nicht, dass am Bahnhof plötzlich extrem laute Geräusche oder Reize auf den Hund einwirken können. Nicht selten passiert es dann, dass sich der Hund erschrickt und im Handumdrehen aus dem Halsband schlüpft. Achtet daher also unbedingt auf ein exakt passendes Halsband,- und Leinenset oder Geschirr.
    5. Beißkorb mitführen
      Wie wir euch bereits in unserem ersten Artikel zum Bahnfahren erklärt haben, gilt eine allgemeine Beißkorbpflicht für Hunde, welche nicht in einer Transportbox mitreisen.  Daher am besten immer einen Maulkorb einpacken.
    6. Reisedecke für längere Strecken
      Je nachdem, wie sensibel (oder verwöhnt ? ) euer Hund ist, empfiehlt es sich auf jeden Fall bei längeren Strecken eine praktische Reisedecke mit dabei zu haben.

In dem Sinne wünschen wir euch eine gute Reise! 🙂

Bis bald,
euer Isle of Dogs- Team

Michaela Krenn
Über den Autor Michaela Krenn

Michaela ist von ganzem Herzen Hundefotografin und sorgt dafür, dass unser Magazin immer mit tollen Inhalten und Bildern gefüllt ist. So schreibt sie gerne über verschiedenste Themen aus der Hundewelt und kümmert sich um unsere Social Media-Auftritte. Immer mit dabei: ihr Labrador Poul. Gemeinsam sind sie fester Bestandteil des isle of dogs-Teams und immer für neue Ideen parat.

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