So erkennst du, ob dein Hund friert! 28. November 2019 Allgemein Alltag mit Hund Gesundheit Leben mit Hund Ratgeber

Hundebekleidung wie Mäntel und Pullover werden im Jahr 2019 mittlerweile akzeptiert und das ist gut so, denn auch Hunde können frieren. Das Argument, dass der Wolf auch keinen Mantel im Winter trägt, zählt nicht, denn der heutige Haushund hat sich über die letzten Jahrhunderte hinweg weit vom Wolf entfernt – nicht zuletzt durch die Zucht und das Leben in allen Regionen dieser Welt. Ob und wann ein Hund friert, hängt zum einen vom Fell, der Größe und dem Gewicht des Hundes ab, zum anderen aber auch einfach vom seinem Wesen. Nur weil der Nachbarshund der gleichen Rasse nicht friert, muss es nicht heißen, dass es der eigene Hund auch nicht tut. Doch welche Hunde sind denn anfällig für Kälte und wie erkennt man eigentlich, ob der eigene Hund friert? Wir verraten es dir!

Welche Hunde sind anfällig für Kälte?

Besonders anfällig für Kälte sind natürlich erstmal Hunde mit kurzem oder sehr wenig Fell, da sie keine Unterwolle besitzen. Außerdem frieren kleine Hunde sowie Hunde aus südlichen Ländern sehr schnell. Während sich die Kälteempfindlichkeit von Hunden aus südlichen Ländern ganz einfach mit dem Faktor der Gewohnheit erklären lässt, sorgt bei kleinen Hunden ihr Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpervolumen (Blutkreislauf, Organe …) dafür, dass sich ihr Körper schneller abkühlt als der von großen Hunden. Rassen- und fellunabhängig frieren außerdem Welpen, Senioren und kranke Hunde sehr schnell. Hunden, mit zum Beispiel Arthritis oder Gelenkproblemen, schadet die Kälte sogar.

Natürlich gibt es auch Hunde, die kaum oder erst bei sehr kalten Temperaturen anfangen zu frieren. Dazu zählen Hunde mit dicker Unterwolle sowie nordische Hunderassen wie der Husky, der Grönlandhund und der Lapphund. Diese Hunderassen besitzen nämlich nicht nur eine Schicht Unterwolle, sondern gleich zwei! Grundsätzlich lässt sich das Kälteempfinden jedoch nicht von der Hunderasse abhängig machen, sondern ist wie bei uns Menschen ganz individuell.

Woran erkenne ich, ob mein Hund friert?

Es gibt zahlreiche Anzeichen, die darauf hinweisen, dass dein Hund friert. Das wohl deutlichste ist das Zittern. Zittern ist wie bei uns Menschen eine natürliche Reaktion des Körpers, bei der die Muskeln kontrahieren, um so Körperwärme zu erzeugen. Ein weiteres Zeichen ist eine sehr angespannte Körperhaltung, bei der oft auch die Rute zwischen die Hinterbeine gezogen wird. Ein klares Zeichen, dass sich der Hund sichtlich unwohl fühlt.

Eine weitere Möglichkeit zu erkenne, ob der Hund frierst, ist seine Temperatur  mit der Hand zu fühlen. Dies funktioniert besonders gut an den Innenschenkeln der Hinterbeine sowie am Bauch, da hier das Fell recht dünn ist. Wenn diese Bereiche kühl sind bedeutet das, dass die eigene Körperwärme deines Hundes nicht mehrausreicht. Das letzte und sehr klare Zeichen, dass es deinem Hund zu kalt ist, ist die komplette Verweigerung das Haus zu verlassen sobald die Temperaturen fallen.

Anzeichen, dass dein Hund friert

  • Zittern
  • angespannte Körperhaltung (vielleicht Rute zwischen den Hinterläufen)
  • kalte Körpertemperatur (zu fühlen an Bauch und Innenschenkeln der Hinterläufe)
  • Verweigerung von Spaziergängen

Und nun?

Egal welche Anzeichen dein Hund zeigt, sobald er friert wird es auch für ihn Zeit für Winterkleidung. Je nach Bedürfnissen, gibt es eine breite Auswahl an Hundemänteln und Pullover, die deinen Liebling vor der Kälte schützen. Grundsätzlich gilt: du kennst deinen Hund am besten! Achte bei kühlen Temperaturen ab circa (10 Grad) auf Anzeichen, ob er friert (auch wenn andere Hunde die Kälte vielleicht noch locker wegstecken). Bemerkst du bei deinem Hund, dass er beim Spaziergang friert (egal ob mit oder ohne Hundemantel), solltest du deinen Spaziergang recht schnell beenden und deinen Vierbeiner ins Warme bringen.

Weitere Tipps, wie du mit deinem Hund fit durch die kalte Jahreszeit kommst, findest du HIER!



Enea Di Gregorio
Über den Autor Enea Di Gregorio

Enea ist Literatur- und Hundenärrin und diese Kombination brachte sie auch zu uns. So schreibt sie für unser Magazin Artikel rund um den Hund und träumt dabei von einem eigenen Vierbeiner. Bis es aber so weit ist, teilt sie sich einfach weiterhin den Aussie-Rüden Amo mit ihrer Familie oder schmust mit den Redaktions-Hunden.

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