Ein Welpe zieht ein / Tipps zur Vorbereitung 2. Mai 2018 Erziehung Ratgeber Zucht

Urheberrechte: Michaela Krenn / www.michaelakrenn.com

Der Moment, wenn erstmal feststeht, dass in naher Zukunft ein kleiner Welpe durch das eigene Heim wuseln wird, stellt erstmal vieles auf den Kopf. Bücher werden gewälzt, die Grundausstattung wird „geshoppt“, das Haus welpensicher gemacht und die Tage bis zum großen Abholtag gezählt. In diesem Artikel dreht sich alles um die Vorbereitung und den ersten Tag im neuen Zuhause eures Welpen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und eine tolle, spannende Zeit mit eurem neuen Familienmitglied!

Der Tag der Abholung

Gerade wenn euch mit eurem Welpen eine etwas längere Heimfahrt bevorsteht, solltet ihr unbedingt folgende Tipps beachten:

Futterzeiten absprechen: Wenn ihr euren Welpen vom Züchter abholt, könnt ihr euch in der Regel super mit diesem im Vorfeld absprechen, damit der Welpe vor der Fahrt nicht oder nur ein wenig gefüttert wird. So ist zumindest das Risiko geringer, dass der Welpe die erste längere Autofahrt durch Unwohlsein (z.B. Erbrechen, Bauchweh etc. …) negativ verknüpft.

Mitfahrer organisieren: Es ist in jedem Fall ratsam, am Tag der Abholung eine zweite Person mit dabei zu haben, die sich nur um den Welpen kümmert. Für den Welpen ist alles neu: er wird von der Mutter und seiner gewohnten Umgebung getrennt, ist bei weitestgehend fremden Menschen und die erste große Autofahrt steht an. So viele neue Eindrücke werden auf ihn einprasseln… Es ist daher umso wichtiger, dass man ihn mit dieser Situation nicht alleine lässt.

Sicherer Transport im Auto: Am besten man transportiert den Welpen in einer kleinen Tasche oder Transportbox auf der Rücksitzbank, direkt neben eurem Mitfahrer. So ist euer Welpe sicher geschützt vor Außeneinwirkungen und hat dennoch immer Kontakt zu jemanden. Vergesst außerdem nicht, kleinere Pausen einzubauen, vor allem wenn der Welpe sehr unruhig wird.

Die ersten Stunden im neuen Zuhause

Seid ihr erstmal gut zu Hause angekommen, ist nun das allerwichtigste: gebt eurem Welpen Zeit! 

Euer Hund muss nun erstmal in Ruhe alle neuen Umweltreize verarbeiten, seine Umgebung, die Räume und Menschen kennenlernen und wird davon auch sehr schnell müde sein. Zeigt eurem Welpen daher auch direkt seinen Schlafplatz und bietet ihm in jedem Fall Wasser und Futter an. Von Besuch solltet ihr gerade in den ersten Tagen eher absehen. Nutzt diese Zeit viel eher dafür, die Bindung zu eurem jungen Hund aufzubauen…

Das heißt auch: richtige Spaziergänge sind in dieser ersten Zeit noch viel zu viel für den kleinen Hund. Es wird erstmal genügen, wenn ihr mit ihm kleine Ausflüge in den Garten oder den Wald nebenan unternehmt. In dieser Anfangszeit ist es wichtig, dass er sein neues zuhause in Ruhe kennenlernen kann.

Und vergesst nicht: Ab sofort heißt es – nach jeder Spiel/Ruhephase und Mahlzeit – ab nach draußen. ;-).

Achtung: Viele Welpen fressen in den ersten Tagen oftmals weniger als z.B. beim Züchter. Lasst euch davon nicht verunsichern, dies ist durch die erste Aufregung und völlig neue Umgebung absolut normal.

Was brauche ich, wenn ein Welpe einzieht?
Grundaustattung

Oftmals wird ein riesen Terz um die hohen Ausgaben gemacht, wenn man einen kleinen Hund ins Haus holt. Doch die Dinge, die der Welpe wirklich braucht, sind erstmals sehr überschaubar:

Wie mache ich meine Wohnung welpensicher?
Wenn ein Welpe ins Haus kommt, wird in vielen Haushalten erstmal alles in Sicherheit gebracht. 😉 Nicht zwingend ist dies immer notwendig. Vieles hängt selbstverständlich vom Wesen und der Neugierde des Welpen ab. Dennoch ist klar: man erspart sich mit etwas Vorsorge oft nicht nur hohe Kosten, sondern vor allem auch Zeit und Nerven. Außerdem wird so die Sicherheit bzw. Gesundheit des Neuzugangs sichergestellt.

  • Scharfe Gegenstände (Messer, Scheren, Rasierer z.B.) sicher aufbewahren!
  • Treppen am besten mit einem Welpengitter absichern, wenn diese allzeit zugänglich sind
  • Schuhe, wertvolle/zerbrechliche Gegenstände, Dokumente, Medikamente etc. sicher verwahren
  • Teure Textilien (z.B. Teppich) erstmal verstauen, bis der Welpe stubenrein ist
  • Essbares nicht in Reichweite des Welpen liegen lassen, Abfalleimer (z.B. BIO-Müll) verschließen nicht vergessen
  • Kauspielzeug/ Kausnacks, bzw. Welpenpielzeug als Alternative anbieten, damit der Hund seinen Kaudrang befriedigen kann

Vergesst bei all der Aufregung nicht…

Genießt diese besondere Zeit mit eurem Welpen, denn sie verfliegt so schnell…
Und wenn ihr euch jetzt fragt: Was sollte man in den ersten Wochen mit seinem Welpen unternehmen? Braucht mein Welpe eine Welpenschule? Wie viel Bewegung ist wirklich gut? Dann freut euch auf den 2. Teil unseres Welpenratgebers – darin geht es dann im Allgemeinen um den Alltag und die Welpenerziehung in den ersten Wochen!

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Michaela Krenn
Über den Autor Michaela Krenn

Michaela ist von ganzem Herzen Hundefotografin und sorgt dafür, dass unser Magazin immer mit tollen Inhalten und Bildern gefüllt ist. So schreibt sie gerne über verschiedenste Themen aus der Hundewelt und kümmert sich um unsere Social Media-Auftritte. Immer mit dabei: ihr Labrador Poul. Gemeinsam sind sie fester Bestandteil des isle of dogs-Teams und immer für neue Ideen parat.

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